Die Grundidee des QL-Herbstfestes war es, als Kirche bei einer ganz bestimmten Zielgruppe auf neue Weise präsent zu sein. Wir haben dabei versucht, die Denkrichtung umzukehren: nicht mit einem klassisch kirchlichen Angebot an die Zielgruppe heranzutreten, sondern sich von dem, was sie bewegt, inspirieren zu lassen. So kam die Idee zustande, ein Studierendenfest nach dem Vorbild von klassischen Grazer Studierendenfesten zu organisieren und als Kirche subtil vor Ort zu sein.
Am Ende haben wir diese Idee mit einem Live-Konzert dreier Indie-Rock-Bands umgesetzt, wobei wir auch einen besonderen Fokus darauf gesetzt haben, studierendenfreundliche Getränkepreise anzubieten. Ganz im Sinne des Gemeinschaftsfokus des QL gab es um diese Hauptacts herum Community-Angebote wie einen Bücherflohmarkt und eine Kleidertauschbörse, die sehr gut angenommen wurde.
Durch die Zusammenarbeit mit professionellen Bands und Tontechnikern war die Umsetzung des Festes an sich sehr gut. Etwas problematisch war die Veranstaltungszeit, besonders von der Jahreszeit her (wegen Außentemperatur). Ursprünglich als QL-Sommerfest konzipiert hätte die Veranstaltung sicher mehr Zulauf gehabt, im Großen und Ganzen herrschte aber eine großartige Stimmung. Auch vonseiten der Mitwirkenden haben wir die Rückmeldung bekommen, dass die Idee an sich sehr gut war und dass sie Kirche mal ganz anders wahrnehmen konnten.
An heißen Tagen ein Sprung ins Schwimmbecken oder eine Abkühlung aus der Sprinkleranlage: Für uns in Österreich ist der Zugang zu Wasser selbstverständlich. Schaut man an andere Orte der Welt gestaltet sich die Erfrischung schwieriger.
Während uns in Österreich im Sommer die Sonne einheizt und wir uns nach Abkühlung sehnen, möchten wir auf jene Menschen aufmerksam machen, die keinen Zugang zu frischem Wasser haben und oft Dürren oder Ernteausfällen ausgesetzt sind.
Darum bauten wir vor dem Kircheneck in der Grazer Herrengasse das youngCaritas "Erfrischungstor" auf: Beim Durchgehen erhielt man eine Abkühlung aus unseren Sprühflaschen und Informationen, wie man anderen Menschen, die von Dürren und Hunger betroffen sind, helfen kann!
Auch wenn anfangs die Wolken den Himmel dominierten, nahm die Hitze im Laufe des Tages wieder Überhand in der Herrengasse. Da kam das Erfrischungstor wie gerufen! Zahlreiche Passant*innen, ob jung oder alt, holten sich eine Abkühlung ab. Manche mehrmals. Plakate und Informationsmaterialien informierten über Spendenmöglichkeiten für Erntehilfe und gegen Hunger in den Projektländern der Caritas Steiermark.
Das Projekt Heritage & HerStory wurde als mehrstufiges Empowerment-Format für junge Frauen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und biographischen Hintergründen in Kooperation mit der HLW Schrödinger umgesetzt. Über mehrere Wochen hinweg entstanden Workshops, Reflexionsrunden, thematische Gesprächsformate und eine öffentliche Abschlussveranstaltung, in der die Sichtbarkeit junger Frauen in Gesellschaft, Familie und Öffentlichkeit bewusst gestärkt wurde.
Seit der erstmaligen Installation der Treppe im Rahmen des Kunstprojekts „Paradise“ durch RESANITA war sie ein Ort der Erholung und des konsumfreien gemeinsamen Verweilens. Sie stellte damit einen Konterpunkt zur Eventisierung öffentlicher Räume dar, bei der es in erster Linie um Kommerzialisierung geht. Demgegenüber war die Treppe im Paradise L. ein Freiraum, an dem man einfach sein konnte und der zugleich einen innerstädtischen, ganz besonderen Kirchort darstellt. Über die Jahre wurde die Treppe immer sanierungsbedürftiger. Dank großzügiger Unterstützung vieler institutioneller und privater Spender:innen, nicht zuletzt auch „Denk Dich Neu“, konnte nun die Sanierung durchgeführt werden und die Treppe auf viele Jahre hin als ein zweckfreier Raum für alle dienen.
Das Ziel der Fotoboxtour war es, mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen über (global) relevante und bewegende Themen ins Gespräch zu kommen, sowie die 17 SDGs (Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen) niederschwellig und lustvoll näher zu bringen. Grafisch ansprechend ausgearbeitete Tafeln mit mindestens zwei Sprüchen beziehungsweise Botschaften zu jedem SDG ermöglichten Passant:innen „Fotos mit Botschaften“. Die Passant:innen konnten ihre vor Ort ausgedruckten Fotos mit nach Hause nehmen als Erinnerung an einen anregenden Austausch. Im Zeitraum September bis November 2024 kam die SDG-Fotobox sieben Mal an insgesamt fünf verschiedenen Standorten zum Einsatz (Franz Graf Allee (Oper), 2x Grazer Herbstmesse (Stadthalle), Freiwilligenmesse (Universität Graz), Markt der Zukunft (Volkskundemuseum) sowie 2x in der Herrengasse.
Sehr gut funktioniert haben die Fotoboxeinsätze in der Innenstadt (Franz Graf Allee und Herrengasse). Den Passant:innen hat es große Freude bereitet, sich den Spruch ihrer Wahl auszusuchen und sich passend zu verkleiden. Nach dem großen Andrang beim ersten Einsatz (Franz Graf Allee) haben wir versucht, bei den darauffolgenden Einsätzen die Fotobox zu zweit zu betreuen. Das war gerade bei den Einsätzen in der Herrengasse von großem Vorteil, da auch hier der Andrang groß war und wir uns so auch wirklich Zeit nehmen konnten für längere, anregende Gespräche mit Passant:innen. Anders als erwartet waren die Einsätze im Zuge der Grazer Herbstmesse wenig frequentiert besucht. Das hing damit zusammen, dass der Stand außerhalb des Wochenendes betreut wurde und es eine Vielzahl anderer Angebote am gleichen Standort gab.
„Muttertag einmal anders“: Das war unsere Ursprungsidee, die zum Event „Muttertagsbrunch“ geführt hat. Gerichtet war sie vor allem an junge Studierende, denen wir die Gelegenheit bieten wollten, ihren Müttern unentgeltlich einen Tag voll Kunst, Kultur und Musik zu bieten. Frei nach dem Motto „Mama, da warst du noch nie“ haben wir die Räume der KHG für alle, besonders auch für kirchenferne Menschen, geöffnet.
Die youngCaritas hat den „actionPool“ ins Leben gerufen, eine Initiative, die jungen Menschen in der Steiermark die Möglichkeit bietet, sich sozial zu engagieren und etwas zu bewegen. Der „actionPool“ war drei Jahre lang inaktiv, aber dank einer Förderung von DENK DICH NEU konnte er wiederbelebt werden.
Die Hauptziele der Initiative sind es, soziale Gerechtigkeit zu fördern, soziales Lernen zu ermöglichen und Wissen zu vermitteln, während gleichzeitig soziale Themen erlebbar gemacht werden. Durch gezielte Werbung, vor allem über Social Media und Mundpropaganda, konnte bis Ende 2024 eine Gruppe von 100 engagierten Personen für den „actionPool“ gewonnen werden. Zu den durchgeführten Aktionen gehörten das LaufWunder, bei dem man für einen guten Zweck laufen konnte, das Einsackeln von Schulunterlagen, der Inklusionslauf im Augartenpark, sowie die Aktion Herz, bei der Freiwillige zusammenkamen, um für andere Lebensmittel zu sammeln.
Ein anfängliches Bedenken war, dass es schwierig sein könnte, genug Freiwillige für diese Aktionen zu finden. Doch diese Sorge stellte sich als unbegründet heraus: Alle Aktionen konnten erfolgreich mit Unterstützung der „actionPooler*innen“ durchgeführt werden. Um den Freiwilligen für ihren Einsatz zu danken, wurden kleine Geschenke wie T-Shirts, Schokolade, Notizblöcke und Kugelschreiber verteilt, die durch die Förderung finanziert werden konnten. Auch zum Mittagessen wurden die Freiwilligen eingeladen. Die Freiwilligen zeigten sich sehr dankbar und freuten sich über diese Anerkennung.
Zum Jahresende 2024 wurde ein Newsletter an alle Teilnehmerinnen verschickt, der einen Rückblick auf das Jahr und Abschlussworte beinhaltete. Zusätzlich gab es ein Gewinnspiel, bei dem fünf actionPooler*innen die Chance auf einen 20€ Graz-Gutschein oder eine Schokolade hatten. Um teilzunehmen, mussten sie die Frage „Was wünschst du dir vom actionPool im Jahr 2025?“ beantworten. Viele der Antworten waren positiv und zeigten das Interesse an weiteren gemeinsamen Aktionen.
Insgesamt war das Jahr 2024 ein voller Erfolg für den „actionPool“, und es wird gespannt auf die Entwicklungen im Jahr 2025 geschaut, um noch mehr junge Menschen zu erreichen.