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Inhalt:

Ägypten 2026 - KJ Semesterreise

Von 14. - 21.02.2026 unterwegs auf den Spuren der Heiligen Familien! Diesmal in Ägypten. 

Hier findest du Eindrücke und Infos, was wir auf der Reise alles erlebten, entdeckten und erfahren durften.

 

Samstag: 14.02.2026

Der Tag hat für uns sehr früh begonnen. Treffpunkt am Flughafen Wien war um 8 Uhr.  
Aber das tat der guten Laune keinen Abbruch. Alle freuten sich schon sehr auf die Zeit in Ägypten.  

In Kairo angekommen, wurden wir schon erwartet, Visum inklusive. Es ging gleich mit dem Bus weiter in die Innenstadt, wo wir unseren Guide Jakob abholten. Gemeinsam machten wir uns dann auf den Weg zu unserer ersten Station: die Klosteranlage Anafora. Die Fahrt: ein Erlebnis. Den Verkehr muss man halt einfach gewohnt sein! Wobei, es war Samstag Nachmittag und deshalb nicht viel los, aber die Art und Weise, wie hier  gefahren wird ist doch, sagen wir mal, etwas anders als bei uns. Wie das dann wohl zu Stoßzeiten ausieht? 

Aber wir sind gut in der Unterkunft angekommen, haben sehr gut zu Abend gegessen und gingen sehr müde und nicht all zu spät schlafen. Die meisten zumindest.  :-)

Sonntag, 15.02.2026

Den ersten Tag in Ägypten starteten wir, ganz klassisch für einen Sonntag, mit einer Messe. Diese war jedoch nicht ganz so klassisch, wir feierten nämlich in einem runden Gebäude, gedeckt mit getrockneten Palmenblättern. Gestaltet haben die Messe unsere Kinder- und Jugendseelsorger Thomas und Lukas sowie Pater Hermann. Wir freuen uns sehr, dass die drei uns auf dieser Reise begleiten.
Übernachtet haben wir in der koptisch-orthodoxen Klosteranlage "Anafora". Nach der Messe bekamen wir dort eine Führung. "Anafora" zeichnet sich durch ihren Baustil und ihre Gastfreundschaft aus. Außerdem werden die Lebensmittel großteils selbst hergestellt. Die gemeinnützige Organisation, welche sich für Bildung von jungen Frauen einsetzt, wird durch Spenden finanziert.
Das Highlight in der Klosteranlage war eine vollkommen bemalte Kirche, sie zieren diverse Szenen der Bibel.

Weiter ging es nach Alexandria. Über eine Wendeltreppe ging es tief hinab zu den Katakomben. In 35 m Tiefe waren die Felsengräber noch gut erkennbar. 
Mit einer Höhe von ca. 30 m durften wir die Pompejussäule bewundern. Die römische Siegessäule wurde im ganzen aus Rosengranit geschlagen.
Den Abschluss des Tages machte ein stimmungsvolles Abendlob!

Montag, 16.02.2026

An diesem Montagmorgen führte unser erster Weg ins Griechisch-Römische Museum. Dort lernten wir viel über das antike Alltagsleben in Alexandria, Glaube und Kultur der alten Ägypter und die Vermischung mit jener der Römer und Griechen. Und wir sahen schon die ersten Mumien (von Mensch und Tier)! 

Danach besuchten wir die Bibliothek Alexandrias, welche in Sonnenform (Zeichen für Unendlichkeit) gebaut und 2002 eröffnet wurde. Beeindruckend war der Raum, in dem circa 2000 Studierende zugleich Leseplätze finden. 

Vor dem nachmittäglichem Mittagessen erkundeten wir die Zitadelle, von der aus man einen schönen Blick auf den Hafen hat. (Hier ist Fischen übrigens für jeden erlaubt ;) Die Zitadelle/Burg wurde angeblich aus Steinen des ehemaligen Leuchtturms (eines der 7 antiken Weltwunder) erbaut. 

Bevor wir im regen Straßenverkehr zurück zum Hotel fuhren, machten wir noch Halt bei der Koptische Sankt Markus Kathedrale, welche im Jahr 60 vom Evangelisten Markus gegründet worden sein soll. 

Nach dem Abendessen ließen wir den Tag mit einem gemeinsamen Abendlob und vielen Liedern ausklingen.

Dienstag, 17.02.2026
Heute hieß es: Ade Alexandria. Wir machten uns nach dem Frühstück auf nach Abu Mena, einem der wichtigsten christlichen Pilgerheiligtümer der Spätantike und Weltkulturerbe der UNESCO. Dort bekamen wir eine ausführliche Erklärung der Geschichte über den Heiligen Mena und die Kriche vor Ort.
Weiter ging es auf dem Weg nach Kairo nach Wadi Al Natron, wo wir zwei weitere Klöster besuchten. Zuerst das Syrerkloster, wo wir eine besondere Gebetshöhle besichtigen konnten und zahlreiche Fresken. Außerdem haben wir einen Baum gesehen, der aus einer Wundertat entsprang, deren Stock danach plötzlich zu treiben begann.
Wieder ein kleines Stückchen weiter, kamen wir am Makarioskloster an. Ein Abuna führte uns herum, las uns das Vater Unser auf koptisch vor und liebte es, unsere Fragen zu beantworten.
Nach einem langen Tag und viel Zeit im Bus kamen wir schließlich in Kairo an. Bevor wir eincheckten ging es aber direkt zum Abendessen und wir ließen den Abend am Pool bei Spiel und Spaß ausklingen.
Mittwoch, 18.02.2026
Am Plan des heutigen Tages stand zunächst der Besuch des Hilfswerks Sr. Emmanuelle im Müllsammlerviertel Kairos. Das letzte Stück der Fahrt mussten wir in Kleinbussen zurücklegen, da die Straßen immer enger und holpriger wurden. Links und rechts türmten sich am Straßenrand Müllberge,  streunende Katzen und Hunde waren auch zu sehen.
Im Hillfswerk angekommen lauschten wir gespannt den Erzählungen von Schwester Sara über das Leben in diesem Viertel. 
Im Zuge dessen feierten wir  eine heilige Messe in der wir auch das Aschenkreuz erhielten. 
Danach durften wir  einen Blick in die Schule werfen, in der wir herzlich mit einem Lied der Kinder willkommen geheißen wurden.
Weiter führte unser Weg vorbei an der sogenannten "Stadt der Toten". Diesen Namen erhielt die Stadt daher, da sich  in den Gräbern und leerstehenden Gebäuden Menschen angesiedelt haben.
Danach besuchten wir den Baum der Jungfrau Maria. Dieser Ort ist heute eine bedeutende Pilgerstätte. Gestärkt durch gefüllte Falaffel-Fladenbrote ging es für uns weiter nach Mostorad, wo das Jesuskind eine Quelle entspringen ließ.
Am späten Nachmittag genossen wir die sonnige  Atmosphäre bei einer Schifffahrt am Nil, bei der wir unter anderem auch am Opernhaus und an vielen besonders schönen Villen und Hotels  vorbeikamen. 
Den Tag ließen wir mit einem andächtigen Abendlob und einem köstlichen Abendessen ausklingen.
Donnerstag, 19.02.2026
Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg ins koptische Viertel. Allerdings wagten wir zuerst noch einen Blick in die Moschee von Amr ibn al-As. Zu Fuß erkundeten wir danach drei Kirchen unterschiedlicher Konfessionen (die koptische St. Sergios und Bacchus Kirche, die Griechisch-Orthodoxe Kirche St. Georg und die Koptisch-Orthodoxe Kirche der Heiligen Jungfrau Maria - auch Hängende Kirche genannt) sowie die Ben-Esra-Synagoge.
Nach einem kurzen Mittagssnack fuhren wir mit dem Bus zu unseren nächsten Highlights in die Altstadt. Hier besuchten wir die Al-Azhar-Moschee und konnten einen Einblick in die Glaubenspraxis der Muslimen erhaschen. Direkt im Anschluss durften wir auf eigene Faust den Basar erkunden und dabei unser Geschick beim erhandeln von Souvenirs unter Beweis stellen. Ein Haufen Tücher und ein Berg aus Lampen, Magneten und Gewürzen später ging es zurück ins Hotel, wo einige Mutige den Sprung ins kalte Nass des Hotelpools gewagt haben. Eine Heilige Messe im Wohnzimmer der Hotelsuite rundete den ereignisreichen Tag "mega gut" ab.
Freitag, 20.02.2026
Der letzte Tag unserer Reise war ein Tag der Superlativen. Das heutige Morgenlob, vorbereitet und singend vorgetragen von Salvatore, war im Stil eines griechisch-katholischen Gebets gestaltet. Pünktlich zum Ende dieses besonderen Morgenlobs waren wir am Besucherzentrums der Pyramiden von Gizeh angekommen. Vorbei an den Pyramiden der Pharaonen Mykarinos und Chefren blieben wir vor der größten der drei Monumente (und dem größten Bauwerk der Welt für mehr als 4000 Jahre!), der Cheops Pyramide, stehen, wo wir uns in zwei Gruppen aufteilen. Das Ziel der einen Gruppe war das Innere einer kleineren Pyramide, das Ziel der anderen die Grabkammer der Cheopspyramide selbst! Durch enge Gänge, über steile Treppen, gegen nicht endenwollende Massen an entgegnkommenden Touristen und in immer größerer Hitze kämpften wir uns rund 70 Meter nach oben ins Herz des riesigen Grabmonuments, bis wir schließlich in der Grabkammer des Pharaos amgelangt sind. Nach einem schnellen Gruppenfoto (Temperatur und mangelnde Atemluft machten einen längeren Aufenthalt nicht wünschenswert), ging es an den nicht minder anstrengenden Rückweg und der Wiedervereinigung mit der zweiten Gruppe, welche in der kleineren Pyramide eine ähnliche Erfahrung machte. 
Weiter ging es zur großen (oder ist es doch dem großen?) Sphinx, der gewaltigen Wächterstatue mit dem Körper eines Löwen und dem Antlitz eines Pharaos. Nachdem etwaige Fotos und Videos vor dieser wunderbaren Kulisse gemacht worden waren, wagte sich noch ein Teil der Gruppe zu einem Kamelritt auf einem erhabenen Ausichtspunkt, wo wiederum hervorragende Fotos entstanden. 
Nach einem kurzen Snack (die uns inzwischen bestens bekannten Falafel in Fladenbrot) ging es in das größte archäologische Museum der Welt. Nach 15 Jahren Bauzeit wurde das Grand Egyptian Museum letztes Jahr feierlich eröffnet. Heute öffnete es uns die Tore zu 50.000 Artefakten der ägyptischen Vergangenheit, welche wohl in einem ganzen Tag, geschweige denn der zwei Stunden die uns noch zur Verfügung standen, nicht vollständig zu bestaunen wären. Genug Zeit war jedoch für die Highlights der Ausstellung. Zuerst die 42 Meter lange Sonnenbarke, ein über 4.500 Jahre altes Holzboot, welches den Pharao Cheops luxoriös ins Jenseits befördern sollte und zu diesem Zweck nahe seiner Pyramide begraben wurde. Danach ging es für den Großteil Schnurstracks zum wohl meistbesuchten Bereich des Museums: dem (beinahe) gesamten Grabinventar des Tutanchamun! Durch Menschenmassen hindurch kämpfend (das Gefühl erinnerte stark an die zuvor besuchten Schächte innerhalb der Cheopspyramide) erblickten wir den Prunk und Luxus, der dem jung verstorbenen Pharoa mit ins Grab gelegt worden war. 
Zurück in unserem Hotel gab es im Rahmen des Abendlobs eine Segnung der erstandenen Devotionalien und Souvenirs, sowie ein gemeinsamer Rückblick auf die Momente der Reise, welche uns geistlich am meisten bewegten. Auch unseren letzten Abend ließen wir wieder gemütlich mit Spielen ausklingen.
Samstag, 21.02.2026
Der Tag der Heimreise war gekommen. Bevor wir aber Richtung Flughafen aufbrachen, machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Zitadelle von Sultan Salah El-Din. Dort befindet sich auch die Alabaster-Moschee, welche am höchsten Punkt in Kairo erbaut wurde und somit einen beeindruckenden Blick auf die Hauptstadt Ägyptens ermöglicht. Im Inneren befindet sich übrigens auch das Grab von Muhammad Ali. Erhellt wird die Moschee von 365 Lampen und symbolisiert dadurch die einzelnen Tage im Jahr.
Einen kurzen Blick erhaschten wir auch  noch auf das Gefängnis im Inneren der Zitadelle, sowie eine weitere Moschee, jene von Sultan al-Nasir Mohammad. 
Gegen Mittag gings zum Flughafen und nach dein Einmarsch der Crew am Check-In Schalter (der an einen Auftritt eines Orchesters erinnerte), einer mehr oder weniger kurzen Wartezeit und einem zweiten Security-Check, hoben wir beinahe pünktlich ab. Da wussten wir, es geht Richtung Heimat.
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